ProsperWorks war ein cloudbasiertes CRM-Projekt, das 2013 mit einer sehr klaren Positionierung gegründet wurde: ein CRM, das sich nativ anfühlt für Google. Im Gegensatz zu traditionellen Unternehmens-CRMs wurde ProsperWorks für kleine und mittelständische Teams entwickelt, die in Gmail, Google Kalender und Google Drive arbeiteten und keine schwere Vertriebsbürokratie wollten.
Das Produkt konzentrierte sich auf Benutzerfreundlichkeit statt auf Komplexität. Es erfasste automatisch E-Mails, verfolgte Interaktionen, synchronisierte Kontakte und reduzierte manuelle Dateneingaben – ein großes Schmerzpunkt bei klassischen CRMs. ProsperWorks vermied absichtlich aggressive „Vertriebspipeline-Theater“ und positionierte sich stattdessen als ein beziehungsorientiertes CRM, das Gründer, Agenturen und produktorientierte Teams ansprach.
Ein entscheidender Unterschied war die tiefe Integration in Google Workspace zu einer Zeit, als die meisten CRMs Gmail eher als Ergänzung denn als zentrale Schnittstelle betrachteten. Dies machte es bei Startups und technologieorientierten KMUs beliebt, die ein leichtgewichtiges CRM ohne Salesforce-ähnliche Kosten wünschten.
Im Jahr 2016 erhielt ProsperWorks eine starke Bestätigung, als es von Google Ventures (GV) übernommen wurde. Dies war nicht nur Kapital – es verstärkte die Ausrichtung des Produkts auf das Google-Ökosystem und die langfristige Vision. Die Übernahme beschleunigte das Wachstum, verfeinerte die Benutzererfahrung und festigte die Identität als „CRM für Google-Nutzer“.
ProsperWorks wurde zu einem bemerkenswerten Beispiel für ein SaaS, das nicht durch Funktionsüberladung gewann, sondern durch die Wahl eines engen, loyalen Publikums und die extrem gute Ausführung.




