Magento war eine der einflussreichsten Open-Source-E-Commerce-Plattformen der 2000er bis 2010er Jahre. 2008 von Varien gestartet, wurde es für Händler entwickelt, die Flexibilität, tiefgehende Anpassungen und die volle Kontrolle über ihre Online-Shops benötigten. Im Gegensatz zu gehosteten Plattformen war Magento selbst gehostet, modular und hochgradig erweiterbar, was es bei Entwicklern, Agenturen und mittelständischen bis großen Unternehmen beliebt machte.
Magento zeichnete sich durch sein leistungsstarkes Katalogmanagement, die Unterstützung von mehreren Shops und mehreren Währungen, fortschrittliche Preisregeln, eine erweiterbare API-Architektur und ein umfangreiches Ökosystem von Drittanbieter-Erweiterungen aus. Es wurde effektiv zum “Linux des E-Commerce”: komplex, anspruchsvoll, aber extrem leistungsstark in den richtigen Händen. Tausende von Agenturen bauten ihr Geschäft rund um die Entwicklung von Magento, die Leistungsoptimierung und Integrationen mit ERP-, CRM- und Zahlungssystemen auf.
Die Plattform entwickelte sich in zwei Hauptzweige: Magento Open Source (kostenlos, gemeinschaftsbetrieben) und Magento Commerce (Unternehmen, kostenpflichtig). Ihre Flexibilität ermöglichte komplexe B2C- und B2B-Anwendungsfälle lange bevor “headless” undComposable Commerce mainstream wurden. Viele Jahre lang definierte Magento, wie eine ernsthafte, anpassbare E-Commerce-Engine aussah – auf Kosten höherer Infrastruktur- und Wartungsanforderungen.






























